Leibniz-WissenschaftsCampus

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Informationsintegration und Entscheidungsfindung

Entscheidungsfindung

Die Fähigkeit, flexibel zwischen verschiedenen Reaktionsmöglichkeiten zu wählen und spontan auf Verändungen in der Umwelt zu reagieren ist die Grundlage für Entscheidungsfindungen. Sie ermöglicht es Menschen und nicht-menschlichen Primaten, sich situationsabhängig angepasst zu verhalten und bildet somit die Grundlage für den evolutionären Erfolg von Arten und das Überleben einzelner Individuen. Es wird vermutet, dass die bei Primaten stattgefundene Ausdehnung der Großhirnrinde und der Frontallappen eine Anpassung an flexible Entscheidungsprozesse in einem komplexen sozialen und kommunikativen Umfeld ist. Im Rahmen von Entscheidungsfindungen werden sensorische Informationen in komplexen kognitiven Prozessen zusammengeführt. In der Folge werden die kausalen Zusammenhänge zwischen Handlungen und deren Folgen erfasst, bewertet und gespeichert, und der Wert und Nutzen einer Handlung durch motivationale Prozesse bewertet. 

Die Forschungsaktivitäten in diesem Cluster zielen darauf ab, die neurologischen und psychologischen Grundlagen von Entscheidungsfindungsprozessen von einzelnen Individuen und von Gruppen zu untersuchen. Exemplarische Forschungsfragen sind:

  • Welche neuronalen Mechanismen liegen der Evaluation von sensorischer Information und internen Repräsentationen zugrunde, wenn Menschen und Affen zwischen Optionen wählen müssen?
  • Wie werden Kosten und Nutzen von Entscheidungen auf der neuronalen Ebene zusammengeführt?
  • In welchem Umfang nutzen Menschen und Affen Informationen über Gruppenmitglieder, um ihr eigenes Verhalten innerhalb einer Gruppe anzupassen.

Clustersprecher im Steuerungsausschuss

Prof. Dr. Hansjörg Scherberger Neurobiologie, DPZ +49 551 3851-494 Kontakt

Dr. Roberto Goya-Maldonado Systemische Neurowissenschaften und Bildgebung, Universitätsmedizin Göttingen +49 551 39-22244 Kontakt