Leibniz-WissenschaftsCampus

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Kommunikation

Communication

Die kommunikativen Fähigkeiten von Menschen und nichtmenschlichen Primaten sind gleichzeitig von Gemeinsamkeiten und Unterschieden geprägt. Menschen und Affen drücken Emotionen in ähnlicher Weise in Mimik, Gestik und Stimme aus. Darüber hinaus verfügen Menschen jedoch über eine Sprache und sind zu geteilter Intentionalität in der Lage. Neben der Fähigkeit zu sprechen haben wir zudem Schrift- und Zeichensprachen entwickelt und stellen Anderen gezielt Informationen zur Verfügung. Bereits Kleinkinder nutzen Zeigegesten für derartige intentionale Kommunikation. Während sich also Menschen und Affen deutlich bei der Produktion von Signalen unterscheiden, so sind bei der Verarbeitung dieser Signale häufig Ähnlichkeiten feststellbar. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die kognitiven Prozesse, mit denen Signalen Bedeutungen zugeschrieben und entsprechende Reaktionsmuster gewählt werden. 

In diesem Forschungcluster beschäftigen sich die Mitglieder des WissenschaftsCampus mit der Frage, wie die Verarbeitung und Reaktion auf Signale von den sozialen Merkmalen des Signalgebers abhängig ist, d.h. welchen Einfluss bspw. Gruppenzugehörigkeit oder Status innerhalb der Gruppe haben. Umgekehrt ist von Interesse, wie soziale Signale genutzt werden, um Rückschlüsse über Gruppenzugehörigkeit, Status oder Wissensstand zu ziehen. Beispielhafte Forschungsfragen sind:

  • Welchen Einfluss haben soziale Interaktionen auf Spracherwerb und die Entwicklung kommunikativer Fähigkeiten?
  • Welche Mechanismen liegen der Formung sozialer Konzepte zu Grunde?
  • Wie beeinflussen Kenntnisse über andere Individuen das Kommunikationsverhalten und die Bildung von Allianzen?

Clustersprecher im Steuerungsausschuss

Dr. Claudia Fichtel Verhaltensökologie & Soziobiologie, DPZ +49 551 3851-467 Kontakt

Prof. Dr. Nivedita Mani Sprachpsychologie, Universität Göttingen +49 551 39-10899 Kontakt