Leibniz-WissenschaftsCampus

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Filmabend im Lumiere: Jane

Der Leibniz-WissenschaftsCampus kooperiert mit dem Kino Lumière und organisiert erstmalig einen gemeinsamen Filmabend mit anschließender Diskussion
Foto: mindjazz pictures UG

1960 kam die damals 26-jährige Britin Jane Goodall nach Tansania um den überwiegend männlichen Tierforscherkollegen zu zeigen, dass sie jahrelang falsch gearbeitet haben. Goodall geht anders an die Sache ran, ohne Training, aber angetrieben von einer großen Tierliebe: Sie nimmt sich Zeit, um das Vertrauen der örtlichen Schimpansen zu erlangen - und entdeckt, dass die Tiere sehr intelligent und sozial eingestellt sind.
1964 kommt der niederländische Filmemacher Hugo van Lawick nach Tansania, um die Arbeit von Goodall zu dokumentieren. Die beiden verlieben sich und bekommen ein Kind. Lawicks Tieraufnahmen, exklusive Interviews mit Goodall, Forschungsmaterial des Jane-Goodall-Instituts und Familienvideos sind der Stoff, aus dem JANE-Regisseur Brett Morgen seine Doku baute. Es ist ein Film über eine Frau, die sich gegen starke Widerstände durchsetzt.
Begleitet von der Filmmusik des legendären Komponisten Philip Glass, bietet der Film ein unvergleichliches, intimes Porträt von Jane Goodall - einer Wegbereiterin des Naturschutzes, die sich allen Widrigkeiten widersetzte und von einer Forscherin zu einer Aktivistin entwickelte.

Der Leibniz WissenschaftsCampus freut sich ungemein, für diese Veranstaltung das lokale Kino Lumière als Kooperationspartner gewinnen zu können. Im Anschluss diskutiert Prof. Julia Fischer mit dem Publikum über die Bedeutung von Jane Goodall für die Primatenforschung. Wie hat sie die Erforschung unserer nächsten Verwandten geprägt? Welche Rolle spielt Jane Goodall heute und wie hat sich die Freilandforschung in den letzten Jahrzehnten gewandelt?

Julia Fischer leitet die Abteilung Kognitive Ethologie des Deutschen Primatenzentrums und der Universität Göttingen; sie ist eine der bekanntesten deutschen Primatenforscherinnen und untersucht seit 2007 frei lebende Guinea-Paviane in ihrer Feldstation Simenti im Senegal.

Der Film wird im Original mit deutschem Untertitel gezeigt, die Diskussion findet zweisprachig statt.

Dienstag, 16. Oktober 2018, 19.30 Uhr. Lumière, Geismar Landstraße 19, 37083 Göttingen